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JSPS Rundschreiben aus Wissenschaft und Forschung | Nr. 02/2011 | Ausgabe 77

Hocheffiziente Aktivkohle aus Reisspreu

Eine Forschergruppe der Nagaoka University of Technology (Präfektur Niigata) unter Leitung des Vizerektors, Prof. Hidetoshi Saito, hat eine Technologie zur Produktion von Aktivkohle mit hoher Absorptionsfähigkeit aus Reisspreu entwickelt. Sie könnte auf vielen verschiedenen Gebieten eingesetzt werden, z.B. zur Unterdrückung der Emission von Treibhausgasen wie CO2 oder durch die Absorption großer Wasserstoffmengen als Material für Brennstoffzellen dienen.

Die Klage von Mitarbeitern der Japan Agricultural Cooperatives (JA) über Schwierigkeiten bei der Beseitigung von Reisspreu veranlasste Saito vor ca. zwei Jahren zum Beginn der Forschung.

Wenn man Reisspreu durch Verbrennen in Kohle umwandelt, verhindert das dabei als Reststoff anfallende Siliziumdioxid eine Nutzung als Aktivkohle. Durch Beimischung von Kaliumhydroxid und Natriumhydroxid sowie einer Hitzebehandlung ist den Wissenschaftlern eine Extraktion von Siliziumdioxid gelungen. Danach waren auf der Oberfläche der Kohle zahlreiche winzige Löcher mit einem Durchmesser von 1,1 Nanometern entstanden, wodurch sich die innere Oberfläche vergrößerte, was zu einer hohen Absorptionsfähigkeit führte. Bei normaler Aktivkohle beträgt die innere Oberfläche 1000 m2/g Kohle, bei der Reisspreu-Aktivkohle beträgt sie das 2,5-fache.

Der an der Forschung beteiligte Halbleiterhersteller Fuse TechnoNet (Stadt Hachioji, Präfektur Tokyo) arbeitet für einen Einsatz in der Massenproduktion mit Hochdruck an der weiteren Entwicklung der Technologie, in der Hoffnung, die Aktivkohle als Material für Elektroden für Akkuladegeräte einsetzen zu können. Ziel ist eine Vermarktung noch vor Ende des Jahres.
(Quelle: Nikkei 13.02.2011)