JSPS Rundschreiben aus Wissenschaft und Forschung | Nr. 02/2010 | Ausgabe 73
JSPS-Rundschreiben, 02/2010, Nr. 73 (158 KB)
Wissenschaftler entwickeln elastisches Metall
Eine Forschergruppe der Tohoku University um Yuki Tanaka hat eine neue, wie Gummi dehnbare Eisenlegierung entwickelt, die ein ausgezeichnetes elastisches Gedächtnis hat, d.h. in ihre Ursprungsform zurückgeht.
Nach Angaben der Forscher besteht die Legierung hauptsächlich aus Eisen, Nickel, Kobalt sowie Aluminium und kann auf 10-13 % ihrer Ursprungsgröße ausgedehnt werden. Ihre Elastizität ist doppelt so groß wie die eines anderen elastischen Metalls, der Nickel-Titan-Legierung Nitinol. Sie ist auch 1,5mal stärker als das derzeit in Führungsdrähten für Katheter benutzte Nitinol und könnte die Produktion von Drähten, die dünn genug für eine Verwendung als Führungsdrähte für intravasale Verfahren sind, ermöglichen. Die Gruppe glaubt, die Legierung könnte für Schwingungsdämpfungssysteme in erdbebensicheren Gebäuden, medizinische Geräte, Brillengestelle und viele andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs verwendet werden.
Das Forscherteam konzentriert sich jetzt auf die Untersuchung des Korrosionswiderstandes der neuen Legierung und die Entwicklung einer Technologie zur Massenproduktion. Über die Entdeckung wurde in der Ausgabe vom 19.03.2010 der Fachzeitschrift Science berichtet.
(Quelle: Mainichi 23.03.2010)
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