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JSPS Rundschreiben aus Wissenschaft und Forschung | Nr. 02/2008 | Ausgabe 65

Bemannte Mondlandung 2025 möglich

Nach Angaben von Mitsubishi Heavy Industrie Ltd. (MHI) wird Japan im Jahr 2025 in der Lage sein, Menschen auf den Mond zu schicken. Dazu sollen sechs Fahrzeuge auf verschiedenen Raketen ins Weltall gebracht werden, die vor Beginn ihrer dreitägigen Reise zum Mond auf Erdumlaufbahn gebracht würden. Bei den Raketen würde es sich um eine überarbeitete Version der H2A-Rakete mit doppelter Startkapazität handeln. Die sechs Raketen sollen das Mutterschiff mit dreiköpfiger Besatzung befördern, außerdem ein Landungsmodul und zusätzliche Raketen, zum Transport des Mutterschiffes und des Landungsmoduls in die Mondumlaufbahn. Nach Erreichen des Mondorbits würde das Landungsmodul mit zwei der drei Besatzungsmitglieder auf dem Mond aufsetzen, die Astronauten könnten dann zu Fuß das Terrain erkunden. Nach siebentägiger Forschungsarbeit soll das Modul für die Rückkehr zur Erde zum Mutterschiff zurückfliegen und die Raumschiffkapsel mit Bremsfallschirmen im schließlich im Meer landen.

Diese Pläne dienen als Grundlage für weitere Diskussionen über eine mögliche japanische Mondmission. Nach Angaben der Forscher erfordert die Mission die Zusammenarbeit von mehr als drei Nationen und mehrere Bio. Yen. Der Konzern prüft seit 2005 Konzepte für eine bemannte Mondmission. Letztes Jahr hat MHI eine H2A-Rakete mit der unbemannten Mondsonde Kaguya der japanischen Raumfahrtbehörde Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) an Bord gestartet.
(Quelle: Asahi 01.05.2008)