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JSPS Rundschreiben aus Wissenschaft und Forschung | Nr. 03/2006 | Ausgabe 59

Stiftungslehrstühle von Unternehmen

Immer häufiger werden an renommierten Universitäten in der Kansai-Region Stiftungslehrstühle eingerichtet. Insbesondere bei den staatlichen Universitäten wächst nach ihrer Umwandlung in den Status einer Selbstverwaltungskörperschaft der Wunsch nach einer Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Anderseits sind Unternehmen wieder verstärkt auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.

So wurde an der Osaka University im April von der Firma Aderans an der Graduate School of Medicine ein Lehrstuhl zur Entwicklung von Behandlungsmethoden gegen Haarausfall bei Männern sowie von Haarregenerationstechniken eingerichtet, für den in den nächsten fünf Jahren 200 Mio. Yen (1,4 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt werden. An der Graduate School of Economics der Kyoto University finanziert die Daiwa Securities Group Inc. einen Lehrstuhl für Finanzwirtschaft und Wertpapiersysteme.

Etwa 20 Unternehmen, darunter Kaneka, Ajinomoto und Suntory haben gemeinsam an der Graduate School of Agriculture der Kyoto University einen Lehrstuhl zur Entwicklung von Herstellungsverfahren für Medikamente gestiftet. Innerhalb von drei Jahren sollen 120 Mio. Yen (850.000 Euro) von jeder Firma zur Verfügung gestellt werden. Ein solcher von mehreren Unternehmen gemeinsam gestifteter Lehrstuhl bildet jedoch die Ausnahme.

An der Kobe University sowie an der privaten Doshisha University wurden ebenfalls Stiftungslehrstühle gegründet. Der Osaka University zufolge erleichtert der neue Status den Universitäten die Gründung von Lehrstühlen nach eigenem Ermessen. Im Jahr 2005 wurden allein an dieser Universität vier neue Lehrstühle errichtet, in diesem Jahr waren es bis April bereits drei.
(Quelle: Nikkei 06.04.2006)