JSPS Rundschreiben aus Wissenschaft und Forschung | Nr. 02/2005 | Ausgabe 53
JSPS-Rundschreiben, 02/2005, Nr. 53 (234 KB)
H-2A Rakete erfolgreich gestartet
Nach dem fehlgeschlagenen Start einer H-2A-Rakete im November 2003 hat die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) Ende Februar diesen Jahres erfolgreich eine H-2A-Rakete gestartet. Die 53 Meter lange und 320 Tonnen schwere H-2A Nr. 7 beförderte den zur Navigation und Wetterbeobachtung ausgestatteten Multifunktions-Satelliten MTSAT-1R in seine Umlaufbahn in 36.000 Kilometer Höhe über dem Äquator.
Der erfolgreiche Start trägt sicherlich dazu bei, nicht nur in Japan sondern auch weltweit wieder Vertrauen in das H-2A Programm aufzubauen. Die H-2A Nr. 6 musste gesprengt werden, nachdem es kurz nach dem Start zu technischen Problemen gekommen war. Die Raketenkonstruktion wurde seitdem gründlich überarbeitet.
Im Frühjahr will das Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology (MEXT) ein Programm starten, mit dem die Erfolgsquoten bei Trägerraketen und Satelliten verbessert werden sollen. Fördermittel in Höhe von 10,3 Mrd. Yen (ca. 74 Mio. Euro) sind u.a. für Antriebssysteme, bessere Haltbarkeitstest und Design-Überarbeitung vorgesehen. Die Kosten des Starts der H-2A Nr. 7 waren von ursprünglich geplanten 8,5 Mrd. Yen (60 Mio. Euro) auf ca. 12 Mrd. Yen (85 Mio. Euro) angestiegen.
Nach Angaben von Keiji Tachikawa, dem Präsidenten der JAXA, würden mit steigender Auftragszahl die Kosten für H-2A-Starts sinken. Für 2005 ist weltweit der Transport von 30 kommerziellen Satelliten geplant. Im Wettbewerb um derartige Aufträge muss sich die H-2A jedoch u.a. gegen die europäischen Ariane-Raketen und die US-amerikanischen Atlas-Raketen behaupten.
(Quellen: Mainichi 26.02.2005, Yomiuri 28.02.2005)
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