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JSPS Rundschreiben aus Wissenschaft und Forschung | Nr. 01/2003 | Ausgabe 42

Entschlüsselung des Mausgenoms

Anfang Dezember hatte ein Team japanischer, amerikanischer und europäischer Wissenschaftler u.a. vom Institute of Physical and Chemical Research (RIKEN) bekannt gegeben, dass die Entschlüsselung des Mausgenoms nun vollendet sei. Verschiedene Pharmaunternehmen arbeiten nun mit Hochdruck daran, die neugewonnenen Erkenntnisse aus der Genomforschung für die Entwicklung neuer Medikamente zu nutzen.

Die Entschlüsselung des Genoms ergab, dass die Anzahl der DNA-Basensequenzen, welche die Größe des Genoms angeben, bei der Maus um 14% niedriger als beim Menschen ist und sich auf etwa 2,5 Mrd. beläuft. 80% der Mausgene, die etwa für die Entwicklung neuer Medikamente eine Rolle spielen könnten, gleichen den bisher entschlüsselten Genen des Menschen und auch bei den übrigen rund 20% gibt es Ähnlichkeiten. Lediglich ein Prozent der Gene sind vollkommen verschieden.

Bereits im April 2001 hatte das amerikanische Unternehmen Celera Genomics bekannt gegeben, die Basensequenzen entschlüsselt zu haben, die Ergebnisse jedoch nur gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt. Bei den aktuellen Forschungen wurden nicht nur hochpräzise Analysen durchgeführt sondern das RIKEN wird darüber hinaus auch die Untersuchungsergebnisse zu den rund 33.000 Genen, auf die es sich konzentriert hatte, der Öffentlichkeit kostenlos im Internet zugänglich machen und direkt mit den Pharmaunternehmen zusammenarbeiten.
(Quelle: Nikkei 05.12.2002)