Pressemitteilung vom 7. Mai 2007

Strategien für den Klimaschutz

Hochrangige Klimaforscher präsentieren beim deutsch-japanischen Symposium A Universal Challenge: Climate Change vom 11. bis 12. Mai in Bamberg Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe

Wir fliegen für 12 € nach Mallorca, und zu Hause tauschen wir die Glühbirne gegen die Energiesparlampe aus. So fragwürdig dieses Verhalten ist, ein Verbot von Urlaubsflügen und ein Gesetz, das Energiesparlampen vorschreibt, helfen nicht gegen die Klimakatastrophe. Dies macht der Abschlussbericht des UN-Klimarats deutlich. Empfohlen werden ein Mix aus den bereits genutzten Energien  sowie weitreichende ökonomische Maßnahmen. Wie dies genau aussehen soll, ist noch unentschieden. Sicher ist: Der Klimawandel ist nur zu stoppen, wenn es gelingt, den weltweiten Emissionsausstoß bis zum Jahr 2015 zu reduzieren. Was aber ist dazu nötig? Wo ist die Politik gefordert? Wo der Einzelne? Und wie können wir uns vor den bereits unvermeidlichen Folgen des Klimawandels schützen? Drei deutsche und drei japanische Forscher aus den Bereichen erneuerbare Energien, Umweltpolitik und Umweltplanung, Atmosphärenforschung und Atomphysik geben in Bamberg Antworten auf diese Fragen.
Achtung Redaktionen:
Die Teilnehmer des Symposiums stehen Ihnen für Interviews zur Verfügung:

Zeit: Freitag, 11. Mai, 10 - 11 Uhr
Ort: Welcomehotel Residenzschloss Bamberg, Untere Sandstraße 32, 96049 Bamberg

Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, 9. Mai, mit beiliegendem Antwortfax an, oder mailen Sie an diese Mailadresse.

Das Symposium findet auf Einladung der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) statt. Anlass ist das 12. JSPS-Stipendiaten-Treffen, das jährlich in wechselnden Städten stattfinden. Es werden rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Detaillierte Informationen zu den Forschungs­schwer­punkten der Wissenschaftler, Hintergrundinformationen zur Veranstaltung und das Programm finden Sie auf www.jsps-bonn.de. Es sprechen:

  • Professor Dr. Harry Lehmann, Leiter des Fachbereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien am Umweltbundesamt in Dessau, über erneuerbare Energien, v. a. Solarenergie, und über die Maßnahmen der Bundesregierung zum Klimaschutz.
  • Professor Dr. Udo Simonis darüber, wo wirtschaftliche Interessen den Klimaschutz behindern, und wie man klimapolitische Bremser wie die USA zum Handeln bringt.
  • Professor Dr. Harukazu Iguchi vom National Institute for Fusion Science in Toki, Japan, über die Vor- und Nachteile von fossiler Brennstoffenergie, erneuerbaren Energien und Kernenergie sowie über den richtigen Energie-Mix der Zukunft.
  • Dr. Andreas Behrendt, Universität Hohenheim und Professor Dr. Takuji Nakamura, Kyoto University, Japan, zu neuen Messverfahren für Klima- und Wettervorhersagemodelle, mit denen sich schneller als bisher Extremwetter (Starknieder­schläge, Hochwasser) vorhersagen lassen.
  • Professor Dr. Satoru Ikeuchi von der Graduate University for Advanced Studies in Shonan Village, Japan, über die einzelnen Phänomene der globalen Klimaveränderung und in wie weit diese vom Menschen herbeigeführt oder natürlicher Ursache sind sowie über die moralische Verantwortung von Wissenschaftlern gegenüber der Gesellschaft.

Neben dem wissen­schaft­lichen und kulturellen Austausch dient das Symposium der Intensivierung des deutsch-japanischen Netzwerks unter den Stipendiaten und der Verstärkung des wissenschaftlichen Miteinanders zwischen Deutschland und Japan. Die Eröff­nungs­worte sprechen der Gesandte der Botschaft von Japan, Akira Mizutani, die stellvertretende Generalsekretärin der Alexander von Humboldt-Stiftung, Dr. Gisela Janetzke, der Executive Director der JSPS, Professor Kenichi Iga, und der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V., Professor Heinrich Menkhaus.

Pressekontakt:
Antonia Petra Dhein, Tel.: 0175-875507, E-mail

Allgemeine Anfragen:
Sabine Ganter-Richter, JSPS Bonn Office, Wissenschaftszentrum, Ahrstr. 58, 53175 Bonn, Tel.: 0228-375050, Fax: 0228-957777, E-mail

Die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS)
Die Japan Society for the Promotion of Science wurde 1932 gegründet. Zu den Hauptaufgaben zählen neben der Drittmittelvergabe auch die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Förderung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und des Austausches. Die Aktivitäten der JSPS werden aus Mitteln der japanischen Regierung finanziert. Jährlich ermöglicht JSPS weltweit etwa 4000 Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte in Japan. Bisher kamen weit mehr als 1000 deutsche Wissenschaftler mit Unterstützung der JSPS zu Kurzzeit- aber auch ein- und mehrjährigen Forschungsaufenthalten nach Japan. JSPS ist mit zehn Auslandsbüros weltweit vertreten. Für Deutschland ist das JSPS Bonn Office zuständig.

Die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
Ehemalige deutsche JSPS-Stipendiaten haben 1995 die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. gegründet, das weltweit erste Netzwerk von Stipendiaten der JSPS. Der Verein zählt derzeit rund 190 Mitglieder aus allen Fachbereichen.